Die symbolische Leistung

Viele Beurteilungssysteme beurteilen die Leistung des Mitarbeiters - aber was ist eigentlich "Leistung"?

Diese Frage ist in unserer Wissensgesellschaft immer schwerer zu beantworten. Leistung wird häufig definiert als Energie pro Zeit oder - allgemeiner - als das Verhältnis von Output zu Input. Was aber ist, wenn an vielen Arbeitsplätzen der individuelle Arbeitsoutput kaum noch gemessen werden kann und zudem zwischen Output und Input nur noch ein vager Zusammenhang besteht.

Welche Leistung steckt hinter einem genialen "Einfall", der einem morgens beim Joggen gekommen ist?

Denkanstoß

Überall, wo man Leistungsergebnisse nicht konkret messen kann, besteht die Gefahr, dass Beurteiler vor allem den persönlichen Arbeitsaufwand bewerten. Die Beurteiler bewerten dabei nicht mehr die konkreten Leistungsergebnisse, sondern sie richten ihr Augenmerk darauf aus, ob der Mitarbeiter sich besonders angestrengt hat.

Es ist nicht verwunderlich, dass man gerade jetzt die Arbeitspsychologie der "symbolische Leistung" bzw. der simulierten Leistung stärkere Beachtung schenkt.

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