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Größe beeindruckt

Auch die Körpergröße vermag uns zu beeindrucken und beeinflusst die Leistungswahrnehmung. Große Menschen verdienen mehr als kleinere Menschen. Pro Zentimeter Körpergröße steigt der Nettostundenlohn um 0,7 % - natürlich nur statistisch gesehen. Wie eine Befragung von 212 deutschen Topmanagern zudem ergab, sind 91 % aus diesem Kreis größer als 1,80 m. (link)


Die Bevorzugung großer Menschen scheint ein kulturübergreifendes Phänomen zu sein:

"Als der Anthropologie-Professor Thomas Gregor von der amerikanischen Vanderbilt University in den sechziger und siebziger Jahren unter den Mehinaku lebte, einem Naturvolk im brasilianischen Tropenwald, informierte er sich über deren Maßstäbe: Für kleine Männer, so genannte Peritsi, hatten die Indianer nur Spott übrig. Niemand wollte so einen als Schwiegersohn. Die großen „Wekepei“ stellten meist den Häuptling, rissen sich den Besitz unter den Nagel und zelebrierten die wichtigen Rituale.

Die Trobriander in der Südsee, die Timbira in Brasilien, die Navajos in Nordamerika – alle geben Großen den Vorzug. „Nirgendwo habe ich eine Bevorzugung der Kleinen gefunden“, berichtete Gregor." (aus: Paulus, Jochen: Macht durch Gardemaß, in: Bild der Wissenschaften, 7/2004)



Auch politische Wahlen sind eine Art der Leistungseinschätzung und eine Potentialprognose. Auch hier zeigt sich, dass Körpergröße zählt: 88 Prozent der US-Präsidenten waren überdurchschnittlich groß ; in mehr als 2/3 aller Wahlen hat sich der größere Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen durchgesetzt.

Große Menschen bilden früh ein Selbstbewusstsein aus, welches es ihnen erleichtert, gut bezahlte berufliche Positionen zu erklimmen. Die Körpergröße scheint zudem die Berufswahl zu beeinflussen: Große Menschen bevorzugen "wissensintensive" Berufe. (vgl. z. B. Spanhel (link) ) Aber auch: Körpergröße vermag Attraktivität, Kraft und Gesundheit auszustrahlen.